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Was ist Waldorfpädagogik?
Die Waldorfschulen unterrichten nach der Pädagogik Rudolf Steiners und wollen
dies so tun, dass es den individuellen Anlagen und dem Alter des Kindes
entspricht. Deshalb werden Neigungen, Stärken, Schwächen, Krankheiten, usw. ins
Blickfeld gerückt, aber ebenso allgemeine Entwicklungsperioden, die das Kind
durchlebt.
Erstes Lebensjahrsiebt:
Zweites Lebensjahrsiebt:
Drittes Lebensjahrsiebt: Im Waldorfkindergarten reagieren die Erzieher und Lehrer auf diese Lebensphasen des Kindes dadurch, dass dem Kind möglichst naturnahe, reine Sinnesempfindungen und klare, einfache Bewegungsabläufe ermöglicht werden. Hüpfen, Springen, Spielen, aber auch das Märchenerzählen, Singen, Malen, usw. spielen eine große Rolle.
Kommt das Kind in die Schule, dann greift der Lehrer diese Beweglichkeit
der Kinder auf durch rhythmisches Sprechen, Reime, Reigen und Lieder. Kennzeichnend für die ersten 8 Schuljahre ist, dass die Kinder in dieser ganzen Zeit von einem Klassenlehrer betreut werden, der sie in allen wichtigen Fächern (Deutsch, Rechnen, Biologie, Erdkunde, Physik, Chemie, Malen, Zeichnen) unterrichtet. Dies geschieht täglich im zweistündigen, sogenannten Hauptunterricht. Dabei wechseln sich die einzelnen Fächer alle 3 bis 4 Wochen ab, werden zeitlich also epochenweise erteilt, was die Konzentrierung auf einen Themenbereich ermöglicht. Die Lerninhalte dürfen dabei niemals abstrakt und gefühlsleer an das Kind herankommen, denn gerade in dieser Entwicklungszeit braucht die Seele Nahrung durch lebendige, künstlerisch durchdrungene Darstellung.
Neben dem Hauptunterricht gibt es die üblichen Fachunterrichtsstunden.
Als besonderes Element gibt es in der Waldorfschule den
Eurythmie-Unterricht: In der Oberstufe wird nun der Klassenlehrer durch einzelne Fachlehrer ersetzt. Außerdem gibt es verstärkt Praktika in verschiedenen Berufsfeldern. Die Freien Waldorfschulen verstehen sich auch als Orte des sozialen Miteinanders, wo vielfältige Begegnungen stattfinden. Der regelmäßige Austausch zwischen Lehrern und Eltern im gegenseitigen Vertrauen ist dabei Grundlage für eine gute Entwicklung des Kindes. |