Seit September 1999 haben auch in der Region Heilbronn Kinder mit besonderem Förderbedarf, die mehr Zuwendung und Betreuung brauchen, die Chance, nach der Pädagogik Rudolf Steiners unterrichtet zu werden: In der Johannesschule in Flein, einer Gemeinde in schöner, ländlicher Umgebung, aber nur 2 km von Heilbronn entfernt und damit verkehrsgünstig zu erreichen.
2007 wurde eine zweite Schule unter dem Dach der Johannesschulen gegründet, die Schule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche.

Was ist das Besondere an den Freien Johannesschulen,
einer Förderschule und einer Schule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche
nach der Pädagogik Rudolf Steiners?


Die Pädagogik der Johannesschulen basiert auf den menschenkundlichen Grundlagen, die jeder Waldorfschule  -  auch einer Waldorf-Förderschule  -  zugrunde liegen:

Die Menschenkunde Rudolf Steiners weist zunächst auf die umfassende Gliederung des Menschenwesens nach Leib, Seele und Geist hin. Diese drei Bereiche durchdringen sich und wirken in mannigfacher Weise aufeinander ein.

In der Waldorfpädagogik gehen wir davon aus, dass jeder Mensch einen gesunden Wesenskern besitzt.

Der Ansatzpunkt für die Lehrer, die an der Förderschule unterrichten, ist die Seele, der mittlere Bereich des Menschen, das Verbindungsglied zwischen Leib und Geist. Daher sprechen wir auch von "seelenpflegebedürftigen" Kindern.

Die Aufgabe der Heilpädagogik und des Unterrichts an der Förderschule ist es, zu versuchen, die Einseitigkeiten auszugleichen und die seelischen Kräfte zu harmonisieren.
Dazu bedarf es der Stärkung der Lebenskräfte durch einen rhythmischen und künstlerischen Unterricht.

Es gilt, die im Kinde schlummernden Begabungen zu entdecken, zu wecken, zu entwickeln und zu erweitern. Und es ist nötig, Trost zu spenden und zu stetigem Bemühen zu ermuntern.

Dem pädagogischen Bemühen liegt ein liebevolles Annehmen des So-Seins des Kindes zu Grunde.

Die heilpädagogische Arbeit bedarf der gründlichen Kenntnis der gesunden Kindesentwicklung. Darauf baut das sorgfältige Studieren der Abweichungen auf.

An den Johannesschulen wird in kleinen Klassen mit bis zu 12 Schülern unterrichtet. Der Lehrplan orientiert sich weitgehend an dem der Freien Waldorfschule, es wird jedoch langsamer und in manchen Bereichen weniger detailliert gearbeitet, die zweite Fremdsprache entfällt.

  

Welche Schülerinnen und Schüler werden in den Johannesschulen aufgenommen?

In den Johannesschulen werden Kinder mit Lernschwächen und Entwicklungsverzögerungen unterrichtet, bei denen ein erhöhter Förderbedarf durch das Staatliche Schulamt festgestellt wurde.

Sie haben Interesse, Ihr Kind bei den Johannesschulen anzumelden?